AI Suisse DesignEntwurf anfragen

Wie erscheint mein Betrieb in ChatGPT und Perplexity?

Damit ein Betrieb in ChatGPT oder Perplexity auftaucht, muss seine Website für die Such-Crawler dieser Dienste erreichbar sein, klare Angaben zu Leistungen, Ort und Kontakt enthalten und auf anderen Seiten erwähnt werden. Beide Dienste steuern diesen Zugang über die robots.txt. Eine garantierte Platzierung gibt es nicht; der Weg dorthin besteht aus nachprüfbaren Schritten.

Veröffentlicht am · AI Suisse

Wie eine KI-Antwort über Ihren Betrieb entsteht

Fragt jemand ChatGPT oder Perplexity nach einem Betrieb in seiner Region, läuft im Hintergrund meist eine Suche. Der Dienst holt einige Seiten, liest sie und formuliert daraus eine Antwort mit Quellenangaben. Das Ergebnis ist also keine Rangliste, sondern eine Zusammenfassung – und sie enthält in der Regel nur eine Handvoll Betriebe.

Drei Wege führen in diese Antwort hinein, und sie lassen sich unterschiedlich gut beeinflussen:

  • Der eigene Suchindex des Dienstes, aufgebaut durch seinen eigenen Crawler. Darauf haben Sie den grössten Einfluss – über die Erreichbarkeit und Qualität Ihrer Website.
  • Der Live-Abruf im Moment der Frage. Hier zählt, ob Ihre Seite schnell lädt und die Antwort auf die gestellte Frage schnell auffindbar ist.
  • Das Wissen aus dem Modelltraining. Das liegt in der Vergangenheit und ist nachträglich nicht mehr zu ändern. Für einen lokalen Betrieb ist dieser Weg ohnehin der unwichtigste.

Entscheidend ist der erste und zweite Punkt. Beide setzen voraus, dass der Dienst Ihre Seite überhaupt abrufen darf.

Schritt 1: Die Crawler nicht aussperren

Dies ist der häufigste und ärgerlichste Fehler, weil er leicht zu beheben ist. Manche Agenturen und Sicherheitsdienste sperren pauschal alle «KI-Bots» aus – und sperren damit auch die Suchfunktionen von ChatGPT und Perplexity aus.

ChatGPT

OpenAI betreibt drei getrennte Crawler mit unterschiedlichem Zweck. OAI-SearchBot zeigt Websites in den Suchergebnissen von ChatGPT; Seiten, die diesen Crawler aussperren, werden in ChatGPT-Suchantworten nicht angezeigt. ChatGPT-User ruft eine Seite ab, wenn eine Nutzerin oder ein Nutzer gerade danach fragt. GPTBot sammelt Inhalte für das Training der Modelle (OpenAI-Dokumentation). Wer nicht im Training vorkommen, aber in der Suche sichtbar sein will, erlaubt also OAI-SearchBot und ChatGPT-User und sperrt nur GPTBot.

Perplexity

Perplexity trennt ähnlich. PerplexityBot baut den Suchindex auf und wird laut Perplexity nicht dazu verwendet, Inhalte für KI-Basismodelle zu sammeln. Perplexity-User ruft eine Seite ab, wenn eine konkrete Nutzerfrage das verlangt (Perplexity-Dokumentation).

Google

Bei Google-Diensten wie AI Overviews steuert die robots.txt für Googlebot den Zugang. Google-Extended ist davon getrennt und regelt nur das Training künftiger Gemini-Modelle; auf Aufnahme und Ranking in der Google-Suche hat es laut Google keinen Einfluss (Google Search Central).

Prüfen lässt sich das in einer Minute: Rufen Sie ihre-domain.ch/robots.txt im Browser auf und lesen Sie, was dort steht. Finden Sie dort ein «Disallow: /» für einen der genannten Crawler oder für alle, ist das die erste Baustelle. Eine Sitemap unter ihre-domain.ch/sitemap.xml hilft zusätzlich, damit neue Seiten gefunden werden.

Schritt 2: Die Website beantwortbar machen

Antwortmaschinen übernehmen Textstellen, die für sich allein verständlich sind. Eine Seite, deren Aussage sich erst aus Bildern, Animationen und drei Unterseiten ergibt, liefert nichts Zitierbares. Was hilft, ist unspektakulär:

  • Antwort zuerst: Beginnen Sie einen Abschnitt mit der Antwort und begründen Sie danach. «Wir arbeiten im Raum Winterthur und im Zürcher Oberland» ist brauchbar, «Ihr Partner für erstklassige Lösungen» nicht.
  • Echte Kundenfragen als Überschriften: Formulieren Sie Zwischentitel so, wie Kunden fragen – nach Ort, Leistung, Dauer, Vorgehen.
  • Die harten Fakten als Text, nicht als Bild: Adresse, Telefon, Öffnungszeiten und Einzugsgebiet gehören in auslesbaren Text. In einer Grafik sind sie für viele Crawler nicht verfügbar.
  • Jede Leistung einzeln benennen: Ein Betrieb, der «Sanitär, Heizung, Lüftung» nur als Schlagwortzeile zeigt, wird bei einer Frage nach einer bestimmten Arbeit kaum gefunden.
  • Eine Frage-Antwort-Sektion mit den zehn Fragen, die wirklich am Telefon kommen – kurz beantwortet, ohne Werbesätze.

Dazu gehört die Grundlage: Die Seite muss über https erreichbar, in der Suche indexierbar und auf dem Handy brauchbar sein. Google formuliert das für seine eigenen KI-Funktionen klar: Für AI Overviews und AI Mode gibt es keine zusätzlichen Anforderungen; eine Seite muss indexiert und mit einem Snippet in der Google-Suche zulässig sein, und spezielle Dateien oder strukturierte Daten sind dafür nicht nötig (Google Search Central). Für ChatGPT und Perplexity gilt das nicht automatisch – beide betreiben eigene Crawler und eigene Indexe.

Schritt 3: Einheitliche Fakten und echte Erwähnungen

Antwortmaschinen stützen sich nicht nur auf Ihre Website. Sie lesen Verzeichnisse, Branchenportale, Bewertungen und Medienbeiträge. Widersprechen sich diese Quellen, entscheidet das System – womöglich zugunsten einer alten Telefonnummer.

  • Legen Sie Firmenname, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten einmal verbindlich fest und bringen Sie alle Einträge darauf. Website, Google-Unternehmensprofil, Bing Places, local.ch und search.ch sind für Schweizer Betriebe der sinnvolle Anfang.
  • Pflegen Sie das Google-Unternehmensprofil vollständig: Kategorien, Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos. Für lokale Suchergebnisse nennt Google Relevanz, Entfernung und Bekanntheit als Hauptfaktoren, wobei zur Bekanntheit unter anderem Bewertungen und Links von anderen Websites zählen (Google Unternehmensprofil-Hilfe).
  • Bitten Sie zufriedene Kunden um eine Bewertung und antworten Sie darauf. Bewertungen sind einer der wenigen Inhalte über Ihren Betrieb, die nicht von Ihnen selbst stammen.
  • Suchen Sie echte Erwähnungen: Branchenverband, Lieferanten-Referenzliste, Lokalzeitung, Vereinssponsoring. Eine einzige glaubwürdige Erwähnung wiegt mehr als zwanzig Masseneinträge.

Was nicht funktioniert: gekaufte Links, Linkpakete und Spam-Verzeichnisse. Sie bauen genau das ab, was hier zählt – Glaubwürdigkeit. Dasselbe gilt für Texte, die nur für Maschinen geschrieben sind: Sie enthalten keine Aussage, die eine Antwortmaschine wiedergeben könnte.

Selbst prüfen: ein kleiner Test in zwanzig Minuten

Sie brauchen kein Werkzeug, um den Ausgangspunkt zu kennen. Gehen Sie so vor:

  • Schreiben Sie zehn Fragen auf, wie Ihre Kunden sie stellen – ohne Ihren Firmennamen. Zum Beispiel: «Wer macht in Winterthur Fensterreparaturen?»
  • Stellen Sie jede Frage in ChatGPT und in Perplexity. Nutzen Sie dabei möglichst ein neues Gespräch ohne Vorgeschichte.
  • Notieren Sie je Frage: Wird Ihr Betrieb genannt? Stimmen die Angaben? Welche Betriebe erscheinen stattdessen, und woher stammen die verlinkten Quellen?
  • Fragen Sie zusätzlich direkt nach Ihrem Firmennamen und prüfen Sie Adresse, Telefon, Öffnungszeiten und Leistungen in der Antwort.
  • Rufen Sie ihre-domain.ch/robots.txt auf und prüfen Sie, ob OAI-SearchBot, ChatGPT-User, PerplexityBot und Googlebot Zugang haben.
  • Wiederholen Sie dasselbe nach drei Monaten mit denselben Fragen. Nur der Vergleich über die Zeit sagt etwas aus.

Erwarten Sie keine stabilen Ergebnisse. Dieselbe Frage kann morgen eine andere Antwort ergeben, und zwei Personen erhalten unterschiedliche Antworten. Das ist kein Messfehler, sondern die Natur dieser Systeme – deshalb arbeitet man mit einem festen Fragensatz und mehreren Durchläufen.

Grenzen, Zeithorizont und wie wir helfen

Niemand kann eine Platzierung in ChatGPT oder Perplexity zusichern. Die Auswahl der Quellen ist nicht offengelegt, Antworten entstehen bei jeder Anfrage neu, und mit jeder Modellversion kann sich das Verhalten ändern. Wir garantieren Massnahmen und Transparenz, keine bestimmten KI-Platzierungen. Wer Ihnen Platz eins in ChatGPT verkauft, verkauft etwas, das er nicht liefern kann.

Realistisch ist dieser Zeithorizont: Technische Schritte wirken oft innert Wochen, sobald der Dienst Ihre Seite neu abruft. Einheitliche Einträge und echte Erwähnungen brauchen länger, weil Verzeichnisse und Indexe erst nachziehen müssen. Was dabei entsteht, nützt in jedem Fall: Eine Website, die klare Antworten gibt, hilft Kunden genauso wie Maschinen.

Wenn Sie das nicht selbst machen möchten: Der AEO-Check von AI Suisse kostet CHF 440 einmalig. Wir prüfen Struktur, Markup und Crawler-Zugang Ihrer Website, testen 20 Kundenfragen in ChatGPT, Perplexity und Google AI und liefern einen Report mit den wichtigsten Massnahmen und einem Gespräch dazu. Die Umsetzung als AEO-Setup kostet CHF 2'800 bis 10 Seiten und CHF 4'400 bis 30 Seiten, wobei der Check voll angerechnet wird.

Was hinter dem Begriff steckt, erklärt Was ist AEO. Ist Ihre Website selbst der Engpass, hilft AI Suisse Design weiter – was das kostet, steht offen in Was kostet eine Website für KMU in der Schweiz.

Häufige Fragen

Wie komme ich in die Antworten von ChatGPT?

Ihre Website muss für OpenAIs Crawler erreichbar sein, in der Suche indexierbar sein und klare Angaben zu Leistungen, Ort und Kontakt als auslesbaren Text enthalten. Dazu kommen einheitliche Einträge in Verzeichnissen und echte Erwähnungen auf anderen Websites. Eine garantierte Platzierung gibt es nicht.

Muss ich GPTBot erlauben, um in ChatGPT zu erscheinen?

Nein. GPTBot sammelt laut OpenAI Inhalte für das Training der Modelle. Für die Sichtbarkeit in der ChatGPT-Suche ist OAI-SearchBot zuständig: Seiten, die diesen Crawler aussperren, werden in ChatGPT-Suchantworten nicht angezeigt.

Welche Crawler nutzt Perplexity?

Perplexity nennt zwei: PerplexityBot baut den Suchindex auf und wird laut Perplexity nicht für das Sammeln von Inhalten für KI-Basismodelle verwendet. Perplexity-User ruft eine Seite ab, wenn eine konkrete Nutzerfrage das verlangt.

Wie prüfe ich, ob mein Betrieb in KI-Antworten vorkommt?

Schreiben Sie zehn Fragen auf, wie Kunden sie ohne Ihren Firmennamen stellen würden, und stellen Sie sie in ChatGPT und Perplexity in einem neuen Gespräch. Notieren Sie, ob Ihr Betrieb genannt wird, ob die Angaben stimmen und wer stattdessen erscheint. Wiederholen Sie den Test nach drei Monaten mit denselben Fragen.

Brauche ich für Google AI Overviews spezielle Dateien oder Markup?

Nach Googles eigener Angabe nicht. Es gibt keine zusätzlichen Anforderungen für AI Overviews und AI Mode; eine Seite muss indexiert und mit einem Snippet in der Google-Suche zulässig sein. Neue maschinenlesbare Dateien oder spezielle strukturierte Daten sind dafür nicht nötig.

Wie lange dauert es, bis sich etwas zeigt?

Technische Schritte wirken oft innert Wochen, sobald die Dienste Ihre Seite neu abrufen. Einheitliche Verzeichniseinträge und echte Erwähnungen brauchen länger, weil Indexe und Portale erst nachziehen müssen.

Kann mir jemand Platz eins in ChatGPT garantieren?

Nein. Die Auswahl der Quellen ist nicht offengelegt, Antworten entstehen bei jeder Anfrage neu und können sich mit jeder Modellversion ändern. Wir garantieren Massnahmen und Transparenz, keine bestimmten KI-Platzierungen.

Quellen